Fahrer verbindet Typ-2-Ladekabel mit E-Auto, um an einem öffentlichen Ladepunkt von ubitricity zu laden.

E-Mobilitätswiki: Begriffe nachschlagen, Wissen aufladen!

Apr 24, 2023

Wissen auf den (Lade-)Punkt! In unserem E-Mobilitätswiki finden Sie wichtige Begriffserklärungen, mit denen Sie sich sicher in der Welt der Elektromobilität bewegen. Das Wiki wird laufend erweitert. Falls Ihnen darüber hinaus weitere Begriffe einfallen, die wir in das E-Mobilitätswiki aufnehmen können, sprechen Sie uns gerne an.

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A im E-Mobilitätswiki

AC-Ladeeinrichtung

Eine Ladeeinrichtung, über die Elektrofahrzeuge mit Wechselstrom geladen werden können.

Ad-hoc-Laden

Die Möglichkeit, den Ladevorgang zu starten, ohne einen Vertrag mit einem MSP abgeschlossen zu haben. Diese Bezahlmöglichkeit ist in der Ladesäulenverordnung vorgeschrieben.

B im E-Mobilitätswiki

Back-End

Ein IT-System, das den Betrieb und die Verwaltung der Ladeeinrichtungen steuert. Es verbindet sich mit den Ladesäulen über das standardkonforme Schnittstellenprotokoll OCPP und verwaltet außerdem die Abrechnungen, Updates der Ladesäulen etc.

Batteriemanagementsystem (BMS)

Ein Teil des Elektrofahrzeugs, das zur Überwachung und zum Schutz der Batterie dient. Es regelt u.a. die Lade- und Entladegeschwindigkeit nach verschiedenen Rahmenbedingungen (d.h zum Beispiel Temperatur, Ladestand, etc.), um die Lebensdauer der Batterie zu maximieren.

Betrieb

Umfasst sämtliche Maßnahmen, die die Funktionsfähigkeit der Ladeeinrichtungen gewährleisten. Unterteilt sich in softwareseitigen Betrieb (Back-End), Vor-Ort-Betrieb (Wartung, Installation und Entstörung) sowie eine Hotline zur Annahme von Störfällen.

Bundesnetzagentur

Behörde für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, etc. – und ferner auch zuständig für die öffentliche Ladeinfrastruktur.

C im E-Mobilitätswiki

CCS Stecker (Combiend Charging System)

Internationaler Ladestandard und Steckervariante für DC-Ladevorgänge.

CPO (Charge Point Operator)

Ein Unternehmen, das den Betrieb der Ladesäulen verantwortet.

Chelsea

Laternenladelösung von ubitricity, die in Großbritannien in über 6.500 Laternen bereits eingesetzt wird. „Chelsea“ bietet max. 5 kW (einphasig, 25 A) Ladeleistung und eine Nennspannung von 230 V.

Weitere Informationen finden Sie hier.

D im E-Mobilitätswiki

DC-Ladeeinrichtung

Eine Ladeeinrichtung, an der Elektrofahrzeuge mit Gleichstrom geladen werden können.

Direct Access

Eine alternative Bezeichnung für Ad-hoc-Laden.

E im E-Mobilitätswiki

Elektrofahrzeug

Ein Kraftfahrzeug, das unter § 2 Nr. 1 i.V.m. Nrn. 2 und 3 der Ladesäulenverordnung fällt. Es wird zwischen unterschiedlichen Typen von Elektrofahrzeugen unterschieden, bspw.:
– BEV: Batterieelektrisches Fahrzeug (Battery Electric Vehicle)
– PHEV: Plug-In Hybrid Fahrzeug (Plug-in Hybrid Electric Vehicle)

(Sie möchten wissen, wie ein Elektrofahrzeug geladen wird? Hier erfahren Sie mehr)

EMP – E-Mobility Provider

E-MSP – (Electric) Mobility Service Provider

G im E-Mobilitätswiki

Gleichstrom

Elektrischer Strom, bei dem sich die Stromstärke in ihrem Augenblickswert zeitlich nicht verändert. Er wird auch als DC-Strom (direct current) bezeichnet und im Bereich der Elektromobilität für das Schnellladen genutzt. Die Batterien der Elektrofahrzeuge werden mit Gleichstrom betrieben.

Im Gegensatz dazu: Wechselstrom

H im E-Mobilitätswiki

Halböffentlicher Raum (Parkplatz)

Der Raum, der der Öffentlichkeit zum Parken zur Verfügung steht, jedoch privat verwaltet wird – beispielsweise der Parkplatz vor einem Supermarkt.

HEINZ

AC-Ladelösung von ubitricity zur Befestigung an Laternenmasten: Erster vollständig standardkonforme Laternenladepunkt speziell für den deutschen Markt. Ermöglicht das Laden mit Standardkabel Typ 2, ist mit einem Bender Ladecontroller ausgestattet und lädt mit 3,7 kW. Die Ladelösung wurde gemeinsam mit Hardwareentwickler ebee entwickelt, der unter anderem auf Laternenladen in Deutschland spezialisiert ist (Hintergrundinformationen hier). Bietet die idealen Voraussetzungen für das Aufladen über Nacht.

Weitere Informationen finden Sie hier.

I im E-Mobilitätswiki

Inbetriebnahme

Eine Ladeeinrichtung ist in Betrieb genommen, sobald Nutzer*innen ihr Elektrofahrzeug an der Ladeeinrichtung gemäß der vertraglichen Vorgaben laden können. Sie ist dann installiert, wurde zum ersten Mal technisch geprüft und an ein Back-End angebunden.

Instandhaltung

Sämtliche Maßnahmen, die während des Lebenszyklus einer Ladeeinrichtung zur Erhaltung oder Wiederherstellung ihrer Funktionsfähigkeit durchgeführt werden. Insbesondere die für einen ordnungsgemäßen Betrieb erforderlichen Unterhaltungs-, Wartungs-, Inspektion- und Instandsetzungsmaßnahmen zählen hierzu.

K im E-Mobilitätswiki

Konverter

Wandelt elektrischen Strom zwischen Wechsel– und Gleichstrom um. Typischerweise besitzt ein Elektrofahrzeug einen Konverter, um beim AC-Ladevorgang Wechselstrom in Gleichstrom zu verwandeln, denn den benötigt die Batterie. DC-Ladeeinrichtungen besitzen hingegen einen eigenen Konverter zur Umwandlung des Wechselstroms aus dem Stromnetz in Gleichstrom für die Batterie des Elektrofahrzeugs.

L im E-Mobilitätswiki

Ladeeinrichtung

Alle für den Ladevorgang erforderlichen Anlagenteile. Dazu zählen auch die für den Betrieb der Ladeeinrichtung notwendige Software und Kommunikationseinrichtungen, die der Anbindung an ein Back-End dienen. Das Back-End selbst ist hingegen nicht Bestandteil der Ladeeinrichtung.
Synonyme: Ladestation oder Ladesäule

Ladegeschwindigkeit

Die Leistung und damit auch die Geschwindigkeit, mit der ein Elektrofahrzeug geladen wird. Wird in kW (Kilowatt) gemessen.

Ladeinfrastruktur (LIS)

Gesamtheit der Ladeeinrichtungen im Stadtgebiet.

Ladeinfrastruktureigentümer

Ist diejenige Partei in einem Projekt, welche die Hardware erwirbt. Sie übernimmt dabei auch die Pflichten, die mit dem Betrieb von LIS einhergehen. ubitricity kann in Projekten auch LIS-Eigentümer sein.

Lademix

Kombination verschiedener Ladeeinrichtungen in der öffentlichen Ladeinfrastruktur, zum Beispiel AC-Normallader, DC-Schnellader und AC- Laternenlader.

Ladepunkt

Jede Anschlussmöglichkeit für ein Elektrofahrzeug an eine Ladeeinrichtung, die dem Ladevorgang dient. Mehrere alternative Anschlussmöglichkeiten sind folglich eine Ladesäule.

Ladepunktbetreiber

Ladesäule

Ladestation

Ladetechnologie

Art des elektrischen Stroms, der für den Ladevorgang genutzt wird. (DC = Gleichstrom, AC = Wechselstrom)

Ladevorgang

Die einzelnen Schritte, die notwendig sind, um das Elektrofahrzeug aufzuladen. Dazu zählen beispielsweise das Einstecken des Ladekabels in das Fahrzeug/den Ladepunkt, sowie das Authentifizieren (RFID/AD-Hoc), zum Hinterlegen der Bezahlmethode, um den Vorgang zu starten. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Ladevorgang schließlich beendet wird.

Leistungsaufnahme

Die Leistung (in kW), die ein Elektrofahrzeug an einem Ladepunkt während des Ladevorgangs aufnehmen kann. Sie kann (speziell beim DC-Laden) große Schwankungen aufweisen und wird daher meist als Durchschnitt einzelner Werte am Ende des Ladevorganges angegeben. Sie ist dabei nicht zu verwechseln mit der Strommenge, die geladen wird.

M im E-Mobilitätswiki

Masteinbaukasten

Der Bauraum in einer Laterne, der über eine Klappe von außen zugänglich ist und in dem der Anschluss an ein Stromnetz erfolgt.
Synonym: Kundenübergabekasten

Mobilitätsanbieter

Jede juristische Person, die ihren Kund*innen die Nutzung eines Ladevorgangs innerhalb der Ladeinfrastruktur vertraglich ermöglicht. Hierzu zählen auch Bündler von Mobilitätsanbietern.
Synonyme: E-MSP/MSP – (Electric) Mobility Service Provider, EMP – E-Mobility Provider

Modernisierung

Der Austausch einer Ladeeinrichtung durch eine gleichartige, funktionsfähige und vertragsgemäße Ladeeinrichtung.

MSP – Mobility Service Provider

N im E-Mobilitätswiki

Netzanschluss

Stellt die Verbindung zum Versorgungsnetz dar und beschreibt den Anschluss der Ladeeinrichtung an das Stromnetz.

Nutzer*in

Jede natürliche oder juristische Person, die von einem Mobilitätsanbieter vertraglich dazu berechtigt ist, ein Elektrofahrzeug innerhalb der Ladeinfrastruktur zu laden.

Niederspannungsnetz

Der Teil des Stromnetzes, an den die meisten Haushalte von Endverbraucher*innen sowie der öffentliche Raum angeschlossen sind – auch AC-Ladepunkte wie zum Beispiel HEINZ oder Standalone-Lösungen. Das Niederspannungsnetz wird vom lokalen Verteilnetzbetreiber (VNB) verantwortet. Dieser ist auch für die Herstellung des Anschlusses zwischen LIS und Netz zuständig.

O im E-Mobilitätswiki

Öffentlicher Raum (Parkplatz)

Der Raum, der der Öffentlichkeit zum Parken zur Verfügung steht und von Kommunen und Städten verwaltet wird.

P im E-Mobilitätswiki

Plug’n’Charge

Eine Möglichkeit, sich an einer Ladesäule zu authentifizieren, den Ladevorgang damit zu starten und abzurechnen. Dabei sind alle Informationen im Fahrzeug hinterlegt und nur durch das Einstecken des Ladekabels in das Fahrzeug/die Ladeeinrichtung beginnt der Ladevorgang.

Privater Raum (Parkplatz)

Der Raum, der der Öffentlichkeit nicht zum Parken zur Verfügung steht.

Poller

Meint hier eine spezifische ubitricity-Ladelösung, die in Großbritannien eingesetzt wird, wenn eine Straßenlaterne nicht direkt am Straßenrand positioniert wurde und der Ladepunkt somit nicht in Parkbuchtnähe installiert werden kann. Der Poller überbrückt die Distanz zwischen E-Auto und ursprünglicher Chelsea in der Laterne. Nutzer*innen verbinden ihr Auto mit dem Poller und laden mit dem Strom aus der Laterne, ohne das Kabel über den Gehweg zu legen. Ideal für Straßen ohne oder mit wenigen Straßenlaternen oder Laternen an der falschen Stelle.

Weitere Informationen finden Sie hier.

R im E-Mobilitätswiki

RFID-Karte

Eine Karte, die meist von einem Mobilitätsanbieter zu einem Vertrag herausgegeben wird. Sie dient beispielsweise zur Authentifizierung an einer Ladeeinrichtung.

Roaming

Eine Möglichkeit zur Verbindung zwischen Mobilitätsanbietern und Ladeeinrichtungen.

Roaming-Plattformanbieter

Ist ein Betreiber der Romingplattform. Sie dient der Verknüpfung von CPOs und MSPs.

Roaming-App

Eine App, die von einem Mobilitätsanbieter für ihre Kunden bereitgestellt wird. Sie dient beispielsweise zum Auffinden von Ladepunkten.

S im E-Mobilitätswiki

Stromrichter

Siehe Konverter.

Smart Meter Gateway (SMG)

Ersetzt den klassischen Stromzähler zuhause. Das intelligente Messystem besteht aus einem digitalen Stromzähler und einer Kommunikationseinheit. Es sorgt unter anderem dafür, dass Elektroautos in Kombination mit einer Photovoltaikanlage zuhause besonders effizient geladen werden.

Bildet die Schnittstelle (Gateway) zum Verteilnetzvetreiber (VNB) und wird, in Kombination mit einem intelligenten Zähler (Smart Meter), auch intelligentes Messsystem genannt. Es bringt die Digitalisierung der Verteilnetze voran und befähigt den VNB, zukünftig bessere Bedarfsanalysen zu erstellen und ggf. auch regulierend einzugreifen. Der Laternenladepunkt HEINZ ist bereits mit einem normkonformen Bereich für das SMG ausgestattet und kann jederzeit mit diesem konfiguriert werden.

T im E-Mobilitätswiki

TAB – Technische Anschlussbedingungen

Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind die weiteren technischen Anforderungen der Verteilnetzbetreiber an die elektrischen Anlage
des Netzanschlussnutzers.

TAR – Technische Anschlussregelungen

Die TAR sind die Basis für die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Netzbetreiber. Sie legen insbesondere die Handlungspflichten des
Netzbetreibers, des Anlagenerrichters, des Planers sowie des Kunden fest.

Transformator

Sorgt dafür, dass die benötigte Energie aus dem Netz bereitgestellt werden kann. Es ist dabei einfacher eine sehr hohe Spannung über “dünnere” Leitungen zu verteilen. Am Zielort wird anschließend mittels des Transformators auf eine kleinere Spannung mit hoher Stromstärke umgewandelt und so die gewünschte Ladeleistung bereitgestellt.

Typ 2 Stecker

Internationaler Ladestandard und Steckervariante für AC-Ladevorgänge.

(Mit welchem Stecker welches Elektrofahrzeug geladen werden kann, lesen Sie hier)

V im E-Mobilitätswiki

Verteilnetzbetreiber

Das Unternehmen, das das Stromnetz für die Verteilung von Strom an den Endverbraucher betreibt. An diese Netze werden die Ladeeinrichtungen angeschlossen.

W im E-Mobilitätswiki

Wallbox

Hardware zum Laden von Elektroautos, welche vorzüglich im Privaten Raum eingesetzt wird. Sie entspricht dabei nicht den technischen Anforderungen für den öffentlichen Raum.

Wandler

Siehe Konverter.

Wechselstrom

Elektrischer Strom, der seine Richtung regelmäßig wiederholend ändert. Wird dabei auch als AC-Strom (alternating current) bezeichnet und im Bereich der Elektromobilität für das AC-Normal- und AC-Laternenladen genutzt.

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Philipp Sindberg

Ich bin Philipp Sindberg, Leiter unseres deutschlandweiten City Solutions-Teams und seit über 10 Jahren für ubitricity tätig. Unser Team besteht aus E-Mobilitätsenthusiast*innen, die innovative Ladeinfrastrukturkonzepte im öffentlichen Raum entwickeln und umsetzen. Wir beschäftigen uns täglich mit den Herausforderungen der Energiewende und beraten die Städte von Morgen, mit technischem Know-how und kommunalpolitischer Erfahrung, zum individuellen Ladesäulenmix, der geeigneten Standortwahl oder aktuellen Fördermittelaufrufen. Lassen Sie uns über Ihr Gebiet sprechen.